Im Hinspiel musste der sich zuletzt in so guter Form befindliche Stopper Wenauer gegen den dreifachen Schützen Uwe Seeler beugen. Im Rückkampf unterlief ihm erneut ein großer Schnitzer.
Es war die 83. Spielminute. HSV-Verbinder Heiko Kurth hatte einen Freistoß vors Nürnberger Tor gezogen und Wenauer hatte wie ein Anfänger über den Ball gesäbelt. Bähre stand urplötzlich völlig frei vor Schlussmann Wabra und kickte die Kugel cool ins Toreck. Für die letzten Minuten zogen die Han-seaten alle Feldspieler vor das eigene Tor zurück und brachten den knappen 2:1-Vorsprung somit über die Zeit.
Bereits in den ersten Spielminuten waren die Hamburger wesentlich aktiver. Kurth (7.), Peltonen (11., Lattenschuss) und kurz darauf Krug hatten fette Chancen, die träge startenden Clubberer früh unterzubuttern. Zudem wurde dem HSV ein Elfer verwehrt, als Müller Kurth in die Parade fuhr. Vor dem 1:0 musste Kurth dann auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Schwerin klären, doch wenig später traf Giesemann zum Führungstor. Dieckmann hatte sich mit in den Angriff begeben, Charly Dörfel eingesetzt, der Giesemann auflegte. Zu Beginn des zweiten Durch-gangs kamen die Nürnberger endlich aus ihrer reservierten Einstellung heraus und erspielten sich eine Reihe guter Torgele-genheiten. In dieser Phase be-währte sich Ersatztorwart Schwerin, der neben einigen tollen Paraden große Selbstsicherheit ausstrahlte. Als sich allerdings Strehl einmal von Kröpelin freimachen konnte und seinen stärksten Angreifer, Toni Allemann, glänzend freispielte, hatte der HSV-Tormann keine Chance (59.). In der danach ausgeglichenen Partie rettete Müller noch einmal auf der Torlinie - dann patzte Wenauer...