Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 15.000 · Schiedsrichter: Werner Treichel

» Hinspiel: 2:0

1:1
(1:1)

Die Club-"Kunst" der Langsamkeit

Torschütze als Debütant: Rüdiger Mielke
Auch gegen einen zweckmäßig, aber keineswegs überragend spielenden MSV pflegten die Clubberer ihre Krise.
Von der Leistung der ersten zwanzig Spieltage, die den Club bis in die Spitzenregionen führte, war gegen die Gäste vom Rhein kaum mehr etwas übriggeblieben. Speziell in Mittelfeld und Angriff lieferten die Kicker von der Noris eine so dürftige Vorstellung ab, dass sich zuletzt vor allem die Frage aufdrängte: Wie konnte der Club nur das Remis erreichen? Im Mittelfeld war langsame Querspielerei angesagt, während der Gast den Ball mit zwei, drei Spielzügen in die Spitze trieb. Und im Angriff war Strehl nur noch ein Schatten seiner selbst, sowie die Flügel Allemann und Greif selten an der Außenlinie anzufinden, weil sie ständig rochierten, wenn sie gebraucht wurden, ihre Posten unausgefüllt ließen.
Anders der MSV. Gradlinig, gewitzt und gefährlich bei den Gegenzügen. In der ersten Viertelstunde spielte der Club noch recht flott und Manglitz musste einige Male zupacken. Meiderich blieb noch zu passiv, wurde aber nach der durchwachsenen Startphase mutiger: Pfostenschuss Versteeg (23.). Das Führungstor der Gastgeber war von Reisch und Wild gut vorbereitet und von Allemann vollstreckt (32.). Tasso Wild hatte zwei Minuten zuvor den Pfosten getroffen. Ehe sich Nürnberg versah, hatten sie bereits den Ausgleich kassiert (33.). Debütant Mielke staubte die zu kurze Wabra-Abwehr nach einem Schmidt-Schuss wie ein alter Hase ab. Doch auch in Hälfte zwei spielten die Gäste ihre Vorteile nicht konsequent zuende, auch wenn van Haaren im Mittelfeld tolle Arbeit leistete und der Angriff gefährlich blieb. Der Club pflegte weiter die "Kunst" der Langsamkeit.

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Spieltag

27. Spieltag

Samstag, 10.04.1965 Neunkirchen4:0Frankfurt
Samstag, 10.04.1965 Nürnberg1:1Meiderich
Samstag, 10.04.1965 Stuttgart1:0K´lautern
Samstag, 10.04.1965 Hertha BSC0:3Braunschweig
Samstag, 10.04.1965 Bremen3:2TSV 1860
Samstag, 10.04.1965 Dortmund2:0Hamburg
Samstag, 10.04.1965 Hannover4:2Karlsruhe
Samstag, 10.04.1965 FC Köln2:1Schalke

„Wenn man 0:5 verliert, ist man immer am Boden zerstört.”

— Otto Rehhagel nach dem Lauterer 0:4 in Wolfsburg