Vor dem Meisterschaftsfinale und dem direkten Duell gegen Spitzenreiter Bremen präsentierten sich die Borussen gegen kampfstarke Nürnberger in guter Verfassung.
Der Club war seit Wochen ohne doppelten Punktgewinn, erwies sich allerdings als echter Prüfstein für den Werder-Verfolger Dortmund. Mit den Säulen Wabra und Wenauer in der Abwehr und einem Strehl, der sich auf dem Wege aus der Formkrise befand, hatten die Nürnberger drei Kicker im Team, die über dem Durchschnitt spielten. Da die restliche Mannschaft allerdings bestenfalls Mitläufer waren, war - trotz lobenswerten Einsatzes - nicht an einen Erfolg bei den wiedererstarkten Borussen zu denken.
Die Gastgeber machten ihre Ansprüche von Beginn an geltend und tauchten regelmäßig im FCN-Strafraum auf, mussten aber bis zur 17. Minute warten, ehe der Ball im Netz von Wabra lag. Konietzka war durchgebrochen, aber von Wabra zu weit nach rechts abgedrängt worden. Seine maßgenaue Flanke köpfte Wosab indes problemlos ein. Nürnberg hatte offensiv kaum etwas zu bestellen. So musste Wessel in der 27. Minute erstmals einen Ball halten (von Wild). Teilweise übertrieben die Gäste allerdings die Här-te, störten dadurch den Spielfluss und sorgten für Diskussionen auf dem Platz und den Rängen. Das 2:0 lag unmittelbar nach dem Wechsel in der Luft, doch Konietzka fand in Wabra seinen Meister. Dann setzte sich plötzlich Strehl gegen Cyliax durch und legte auf Flachenecker ab, der nur noch abzustauben brauchte (51.). Nach einer großen Chance für Schmidt (56.), flog Brungs per Hecht in eine Konietzka-Flanke und traf zur erneuten Führung (65.). Vom Club kam offensiv nicht mehr viel, wogegen Brungs noch einmal die Latte traf (83.).