Lange Zeit merkte man es dem Spiel an, dass es nur noch um die “Goldene Ananas” ging. Im zweiten Durchgang drehten die Hausherren allerdings noch einmal auf.
Auf dem schweren, regennassen Geläuf hatten beide Mannschaften große Standprobleme. Doch die Kontrahenten forderten sich im ersten Durchgang kaum. Zuerst hatten die Braunschweiger ein leichtes Übergewicht, dann steigerten sich die Hessen etwas. Aufs Tor zu schießen, vergaß man zwischen Fehlpässen, Rutschern und dem sonstigen Ballgeschiebe etwas, doch unerwartet sprintete Maas in der 33. Minute am linken Flügel auf und davon, zog eine punktgenaue Flanke auf Gerwien (der zwar an allen Toren beteiligt war, aber ansonsten total von der Rolle war), dessen Direktabnahme im Netz zappelte. Wenig später säbelte auf der Gegenseite Bäse über die Kugel und Lechner machte den Ausgleich (37.).
Trainer Johannsen war die Geschichte vor dem Wechsel wohl doch eine Spur zu gemütlich, denn plötzlich kam Bewegung in die Braunschweiger Truppe. Schmidt und Bäse machten ordentlich Dampf von hinten, Dulz und Moll erwachten aus der Lethargie und Maas zeigte Schämer die Hacken. Nur Gerwien dilletierte weiter - ausgenommen die 55. Minute, in der er Weilbächer überlief, doch von dessen langem Bein am 16er erwischt wurde. Ulsaß schickte Loy beim Elfer in die falsche Ecke. Frankfurt kam nun kaum noch zum Luftholen; Schämer musste auf der Linie retten; Ulsaß wuchtete die Kugel aus zwei Metern über den Kasten (82.), aber Moll hatte bereits einige Minuten zuvor zum 3:1 getroffen (76.). Weil Bäse sich jedoch zu weit vorne tummelte, kam Lechner noch zum 2:3 (88.) und fast noch zum Ausgleich, köpfte aber knapp vorbei.