Mit dem Erfolg in Kaiserslautern wahrte Karlsruhe die letzte sportliche Chance auf den Klassenerhalt.
Besonders bei den Pfälzern lagen von Beginn an die Nerven blank, denn kaum ein Spieler erreichte über die Gesamt-spielzeit seine Normalform. Überraschend war, dass sich vor allem die Läuferreihe, bislang ihr Prunkstück, ausgenommen desolat präsentierte. Neumann und Schneider, oft genug die wichtigsten Antreiber des FCK, spielten gehemmt und fehlerhaft, aber auch Stopper Schwager gelang kaum ein Abspiel. Zudem zeigte Torwart Strich oftmals Unsicherheiten, die man sonst kaum von ihm sah, und steckte seine beiden Verteidiger Kiefaber und Kostrewa trefflich mit seiner Nervosität an. Auch der Angriff blieb alles schuldig, verlor sich in Einzelaktionen (Prins, Reitgaßl), suchte erfolglos nach anspielbaren Mitspielern (Richter) oder ging völlig unter (Leydecker). Mangold war zwar bemüht, Linie ins Spiel zu kriegen, war aber ebenso erfolglos.
Als Kernstück des KSC erwies sich die Achse Paul-Rihm-Wild, an der sich die Mitspieler kämpferisch aufrichteten. Das 1:0 gelang den Gästen in der 20. Minute. Berking hatte Schneider und Kostrewa abgeschüttelt, nach innen geflankt und Wild köpfte platziert ein. Kopflos blieb das Anrennen der Heimmannschaft auch im zweiten Durchgang. Es fehlte schlichtweg die ordnende Hand im Spiel, auch wenn Mangold und Neumann inzwischen die Plätze getauscht hatten. Hinzu kam, dass Neumann noch einen Elfmeter verschoss, den Rihm an Richter verursacht hatte. Der großartige Schlussmann Paul parierte den gar nicht einmal schlecht geschossenen Ball von Neumann. Damit nutzten der KSC seine letzte Chance, die Klasse zu halten. Beim FCK begann erneut das Zittern.