Die Dortmunder Borussen waren sichtlich um Wiedergutmachung des missglückten Heim-Saisonstarts bemüht. Dieses Unterfangen gelang.
Mit Kurrat und Konietzka präsentierten sich die herausragenden Spieler dieser überdurchschnittlichen Bundesligapartie auf Seiten der Borussen. Kurrat meldete nicht nur Geiger nahezu völlig ab, sondern brillierte dank seines großartigen Lauf-pensums auch als Antreiber und Ideengeber im Mittelfeld. Konietzka schien sich besonders gegenüber Bundestrainer Schön profilieren zu wollen, der ihn nicht in den aktuellen Kader aufgenommen hatte, bot Einsatzfreude, technische Finessen und torgefährliche Aktionen.
Die erste Torchance hatte allerdings Siebert für den VfB, der Tilkowski zu einer tollen Parade zwang (5.). Die drei nächsten Möglichkeiten hatte Konietzka (15. 16. und 20.), dem nur die Abschlüsse misslangen. Stuttgarts Angriff kam nur zur Geltung, wenn die BVB-Abwehrspieler (Assauer, Sturm) unkonzentriert waren. Doch spätestens bei Tilkowski war Endstation. Ansonsten überzeugten die Gäste nur in der Abwehr, in der Sieloff einmal mehr Turm in der Schlacht war. In der 64. Minute fiel jedoch der längst überfällige Treffer zum 1:0 für die Borussen. Straschitz hatte Böhringer in dessen Spielhälfte die Kugel abgejagt, passte zu Konietzka (schoss zudem ein Abseitstor in der 57. Minute), der Brungs optimal frei spielte. Der ständig in die Mitte rochierende Rechtsaußen traf aus spitzem Winkel in die kurze Ecke. Die keineswegs aufsteckenden Schwaben hatten die letzte große Möglichkeit des Spiels als Höller plötzlich frei durch war, doch auf einen großartig reagierenden Tilkowski traf (75.). Ein Remis wäre für den VfB jedoch äußerst schmeichelhaft gewesen.