In der ersten halben Stunde deuteten die 60er noch an, warum sie es bis ins Finale des Europapokals der Cubsieger geschafft hatten. Dann gingen sie kein Risiko mehr ein.
Das Endspiel war schließlich für den drauffolgenden Mittwoch angesetzt, und Verletzungen sollten nun nicht mehr riskiert werden. Dieses Unfangen ging leider schief, da Heiß noch vor dem Seiten-wechsel mit einer Ober-schenkelzerrung den Platz verlassen musste. In der ersten halben Stunde hatten die Sechziger allerdings noch einmal ihr abrufbares Können aufblitzen lassen und dem MSV-Torwart Manglitz genügend Gelegenheiten gegeben, seine gute Form zu bestätigen. Doch spätestens mit dem 1:0 durch Lotz (36.) war diese Herrlichkeit vorbei. Nolden hatte eine Flanke von links per Kopf zum Torschützen weitergeleitet, sich dabei indes eine klaffende Platzwunde im Luftkampf mit Radenkovic zugezogen und musste danach mit Turban weiterspielen. Neben van Haaren, Tagliari, Krämer, Müller, Manglitz und Lotz war er jedoch stärkster Meidericher.
Nolden zog auch die Flanke vors Tor, die “Radi” ins eigene Tor jonglierte (57.). Der Jugoslawe machte in der Folgezeit dafür aber einen umso konzentrierteren Eindruck und sorgte dafür, dass es “nur” eine 3:0-Schlappe beim MSV gab. Denn im zweiten Durchgang spielte nur noch die Heimelf, wirbelte, ja zauberte einen Angriff nach dem anderen aufs Parkett und hätte weit mehr als das Tor von van Haaren (73., nach tollem Solo) im 60er-Kasten versenken müssen. So verhaspelte sich Gecks am rechten Flügel am laufenden Meter und ließ kopflos mehrere MSV-Attacken in den Beinen der Löwen-Abwehr enden. Seine Nebenleute begeisterten allerdings durch ihre Spielfreude.