Motiviert bis in die Haarspitzen wollten sich die Frankfurter für die 0:7-Klatsche revanchieren. Hertha stand diesem Unterfangen nicht im Wege.
Eintracht-Keeper Loy hatte bereits nach fünf Minuten die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Mit Bravour lenkte er ein Rühl-Geschoss um den Pfosten. Zielsicherer waren die Hessen vier Minuten später. Von Huberts freigespielt, hämmerte Schämer die Kugel ins obere Toreck. Herthas Bemühungen um den Ausgleich waren in den Minuten nach dem Rückstand noch recht dürftig, doch mit Steinerts Pfostenschuss (22.) wurden die Aktionen zwingender und Faeder gelang nach furioser Vorarbeit Steinerts das 1:1 (26.). Die Frankfurter Abwehr erwies sich in der nachfolgenden Drangphase der Berliner jedoch als äußerst sattelfest. Deren Deckungsarbeit ließ jedoch zu wünschen übrig, so dass der von Sundermann vernachlässigte Solz nach einer schönen Einzelleistung in der 39. Minute zum 2:1 für die Gäste nachlegen konnte.
Die Angriffsleistungen Herthas blieben nach der Pause nur noch Stückwerk, denn außer Schulz strahlte kein Stürmer Gefahr aus. Vor allem Faeder und Rühl am rechten Flügel hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt. Frankfurts Attacken waren dagegen präziser. Dabei scheiterte Huberts an Fahrian und der gut aufgelegte Erwin Stein verzog eine weitere Großchance nur knapp. Nachdem Loy bei einem der wenigen gelungenen Gegenzüge der Berliner gegen Schulz gerettet hatte, gelang dem stärksten Feldspieler der Gäste, Wolfgang Solz, beim folgenden Konter die Entscheidung (84.). Faeders treffendes Eingeständnis nach dem Spiel: "Wir haben alle schlecht gespielt."