Die Südwest-Nachbarn konnten sich in dieser gutklassigen Partie auf ihre Abwehrreihen verlassen. Der VfB hätte allerdings ohne einen überragenden Sawitzki im Tor doch wohl den Kürzeren gezogen.
Erneut hatte KSC-Trainer Sommerlatt die Positionen seiner beiden Außenläufer und Verteidiger erfolgreich getauscht. Die Routiniers Wischnowsky und Marx schalteten die VfB-Flügel Waldner und Höller aus, während die Ex-Verteidiger Koß-mann und Saida ihren Gegenspielern Hoffmann und Geiger kaum Raum ließen. Da auch Witlatschil als Stopper gegen Huttary eine souveräne Partie bot, bekam Schlussmann Paul wenig Schüsse aufs Gehäuse. Auch Stuttgart hatte in Sieloff und Pfisterer zwei außerordentliche Zerstörer in der Deckung. Auch die Verteidiger Eisele und Seibold spielten einen sicheren Part, während Menne mehr durch seine Härte, als durch gekonntes Abwehrverhalten auffiel. Turm in der Schlacht war allerdings VfB-Schlussmann Sawitzki, der sich vor allem in Eins-zu-eins-Situationen gegen die KSC-Stürmer auszeichnete.
So rettete der National-torwart vor der Pause gegen die frei durchgebrochenen Jendrosch und Wild, nach dem Seitenwechsel gegen Wischnowsky. Der VfB versuchte es vor der Pause mit (haltbaren) Fernchüssen (Hoffmann und Huttary) und verzeichneten in der 85. Minute durch Geiger einen Lattenschuss. Große Aufregung gab es in der 87. Minute: Seibold hatte ein Geisert-Geschoss mit der Hand vor, vielleicht sogar knapp hinter der Torlinie erwischt. Schiri Riegg war wohl der einzige im Stadion, dem dieser Eingriff entgangen war. Seine Pfeife blieb stumm. Pech für den eindeutig dominierenden KSC.