Der Überraschungstabellenführer aus Kaiserslautern konnte beim Verfolger Dortmund seine Nervosität nie ganz abstreifen.
Es ging für die Pfälzer um die Verteidigung des Spitzenplatzes. Erster Nachteil für die Lauterer: Neumann (Blinddarmreizung) und Wrenger (Fleischwunde) waren nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Zweiter Nachteil: Torwart Strich brachte nicht die Leistung seines Kollegen Schnarr, mit dem er absprachegemäß alle vier Spiele rotierte. Den Torreigen eröffnete der gut aufgelegte Wosab, der dem unbeweglichen Hünen Pulter regelmäßig entwischte (22.). Auch der Rechtsaußen der Gegenseite, Willy Reitgaßl, hatte einen guten Tag erwischt. Ihm gelang zwei Mal der Ausgleich, da Geisler große Probleme mit dem schnellen Pfälzer hatte und Assauer nicht selten hinzuspringen musste.
Beim 2:1 durch “Aki” Schmidt in der 58. Minute war Strich auf dem schmierigen Boden weggerutscht und sah ebenso schlecht aus wie seine Gegenüber Hans Tilkowski, der bei Reitgaßls zweitem Treffer gar nicht erst reagierte (59.). Am interessantesten waren die Duelle zwischen dem kleinen Energiebündel Kurrat und dem Ex-Dortmunder Kapitulski, der durch seine präzisen Pässe glänzte. Auch Verteidiger Cyliax fiel positiv auf. Nach seiner Umschulung vom Stürmer bot er gegen Leydecker seine bislang beste Partie als Abwehrspieler. Auch Sturm und die beiden Außen Wosab und Emmerich hatten beim BVB einen guten Tag erwischt. Den Siegtreffer markierte Brungs (70.), dem die Lauterer in der Schlussphase nichts Entscheidendes entgegenzusetzen hatten. Dortmund löste die Pfälzer somit von der Spitze ab, ohne jedoch mit einer Spitzenleistung aufzuwarten.