Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - TSV 1860 München

Herthas Lieblingsgegner

Ließ sich nur einmal bezwingen: Wolfgang FahrianLieß sich nur einmal bezwingen: Wolfgang Fahrian

Bereits im Vorjahr hatten die Berliner alle verfügbaren Punkte gegen die Münchener Löwen eingesackt. Bei ihrem dritten Erfolg benötigte die Hertha allerdings eine gewisse Anlaufzeit.
Für Sundermann, der erstmals als Verbinder aufgeboten wurde, stellte Hertha-Trainer Jupp Schneider Groß in die Läuferreihe. Letztlich mit Erfolg. Sundermann irrte zwar anfangs etwas planlos zwischen defensiven und offensivem Mittelfeld hin und her, doch das sollte sich nach dem Ausgleichstreffer durch den geschickt rochierenden Mittelstürmer Schulz nach 32 Minuten ändern. Groß jedenfalls war ein Gewinn, schaltete Küppers aus und gewann viele Bälle. München hatte zuvor ein Übergewicht, denn Patzke erwies sich als veritabler Tempomacher und bildete mit Grosser und Brunnenmeier eine effektive Achse. Der 1860-Mittelstürmer war auch der Schütze zum 1:0 und weckte die unsortierten Berliner aus der Lethargie. Mit dem umgehenden Ausgleich übernahmen die Gastgeber dann die Spielregie.
Nach dem Seitenwechsel erfüllten endlich auch Faeder und Sundermann ihre Aufgaben als Spiel-macher. Dagegen war Klimaschefski bereits vor der Pause dynamischster Berliner. Auch die Außen Rühl und Kremer blühten im zweiten Durchgang auf. Als Patzke eine Kopfballrückgabe missglückte, Kremer dazwischen sprang und den erneut starken Keeper Radenkovic bezwang (79.), war die Siegerstraße für die Spree-Kicker erreicht. 1860 hatte zuvor mit zwei Holztreffern (Heiß und Küppers) zwar Pech, scheiterten auch einige Male am reaktionsschnellen Fahrian, doch Hertha hatte sich den Sieg - über die gesamte Spielzeit gesehen - mehr als redlich verdient.

Spielstatistik Hertha BSC - TSV 1860 München

Hertha BSC

-

TSV 1860 München

2:1 (1:1)

Bundesliga 1964/1965, 7. Spieltag
10.10.1964, 15:15 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 21.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Ewald Epping (Castrop-Rauxel)
Tore
0:1 Rudolf Brunnenmeier 31.
1:1 Kurt Schulz 32.
2:1 Willibert Kremer 79. (Eder)