Die Besucher der Partie stellten sich nach der Partie die Frage, wie Neunkirchen gegen Köln und Meiderich so gut aussehen konnte.
In Bremen hatte zumindest der Angriff der Borussen längst kein Bundesligaformat. So reichte dem SVW eine mittelprächtige Leistung im Durchgang eins, um die Gäste mit 2:0 in die Schranken zu weisen. Die zweite Hälfte bot ein einziges Trauerspiel. Das Manko der Bremer lag bereits vor der Pause im Angriff. Zebrowski war meilenweit von seiner Bestform entfernt; Schütz blieb farblos; Klöckner war zumindest an beiden Toren beteiligt; Soya ein glatter Ausfall, weil viel zu behäbig und Hänel auf Linksaußen fehlbesetzt, ging nach der Pause völlig unter. Das 1:0 markierte Klöckner, der mit einem geschickten Schrägschuss den vorzüglichen Kirsch im Tor der Borussen überraschte (28.). Den zweiten Treffer bereitete der als Mittelstürmer nicht optimal positionierte Klöckner mit einer schönen Flanke vor, die Zebrowski ungehindert einköpfen konnte (38.). Weitere Schüsse von Händel, Höttges und Ferner meisterte Kirsch.
Von den Gästen gab es offensiv kaum etwas zu sehen. Umständlich in die Breite agierend stellten sie die Werder-Abwehr, in der Piontek, Höttges und Steinmann gewohnt sicher standen, in keiner Phase vor Probleme. Da sich auch Schimeczek und Ferner strikt an ihre Defensivauf-gaben klammerten, fanden die harmlosen Borussen keine Lücke, auch wenn sie ihre Anstrengungen im zweiten Durchgang forcierten. Torwart Bernard musste nach einer Stunde erstmals eingreifen. Da auch Bremen im zweiten Durchgang konfus spielte, reichte es nur zu einem Lattenschuss von Schütz. Neunkirchen? Wie ein Abstiegskandidat.