Kampf gegen Technik 3:0. Diese Kurzformel mutet zwar etwas grobkörnig an, doch die Löwen gingen aufgrund fehlenden Einsatzes unter.
Es war auch nicht die pure Schönspielerei, mit der die Sechziger in der Hüttenstadt gegen den Aufsteiger versuchten, über die Runden zu kommen. Schließlich boten zumindest Patzke und Reich betont körperliche Kraft auf und verhinderten somit eine höhere Niederlage - aber zwei von elf...? Vom Angriff der Gäste hatten die Zuschauer jedenfalls mehr Engagement und Können erwartet. Dort war Mau angesagt, denn Brunnenmeier traf auf einen Leist in Bestform und Neuzugang Bena rotierte zwar von der Position des Linksaußen übers Mittelfeld bis in die Verteidigung, blieb allerdings überall blass.
Völlig anders die Neunkircher. Über den Kampf tankten sie ihr Selbstbewusstsein auf und wagten sich erfolgreich an Präzision und Technik heran. In der ersten Hälfte noch umständlich vor dem Radenkovic-Tor, hastig gute Chancen vergebend, steigerten sie sich nach dem Wechsel in die bis dahin beste Saisonleis-tung hinein. Pidancet - den lustlosen Luttrop klar übertreffend - legte vor (48.). Der formidable Ersatzantreiber für den verletzten Melcher, Außenläufer Schock, schwang sich zur spielbestimmenden Figur auf, der die elementaren Offensivaktzente setzte und die weiteren Tore folgten spät, aber folgerichtig. Durchbrecher Heiden legte für Pidancet auf, der erneut die Nerven behielt (80.), und May traf nach mit großem Einsatz ausgeführter Vorbereitung Kuntz’ zum 3:0-Endstand (84.). Radenkovic, Reich und Patzke verhinderten zwar Schlim-meres, aber nicht das Resümee: Mieser 60er-Auftritt ohne Elan und Wille.