Obgleich mit Weber, Sörensen und Overath drei kreative Akteure im Mittelfeld aufgeboten wurden, fehlte es den Kölnern nahezu durchweg an zündenden Ideen.
Hannovers Neuzugang Bena stand Kölns Bundesliga-Debütanten Sörensen erfolgreich auf den Füßen, Weber war im Deckungsverbund eingebunden und Overath schien spätestens nach einer halben Stunde Mut und Lust auszugehen. Der Favorit spielte zudem umständlich, zu sehr in die Breite und hielt im Angriff den Ball viel zu lange. Hannover hatte sich nach kurzer Zeit auf die übersichtlichen Bemühungen der FC-Offensive eingestellt, Nix längst als Verstärkung vor der Abwehr zurückgezogen und mit Einsatz und großer Laufbereitschaft die Räume für die Kölner dicht gemacht. Somit lief die Partie ähnlich ab wie in der Vorsaison. Hannover hatte damals ebenfalls durch ein Bandura-Tor im ersten Durchgang gewonnen. Diesmal leistete Rodekamp die Vorarbeit und Bandura lupfte mit einem Kunstschuss den Ball in der 29. Minute aus 20 Metern über den zu weit vor dem Tor postierten Schumacher hinweg ins Netz.
Was nutzten den Kölner da die große Feldüberlegenheit (12:2 Ecken!), wenn Thielen die Haken übertrieb und Müller sowie Löhr kaum einen Zweikampf gewannen. Hannovers Gegenzüge waren dagegen wesentlich gefährlicher. Und als die Hausherren im zweiten Abschnitt immer müder wurden und die Felle davonschwimmen sahen, lag in mehreren Szenen das 2:0 näher als der Ausgleich der kraftlosen Köpfle-Truppe. Gräber (67.), Rodekamp (68.) und Bandura (86.) versiebten die guten Chancen allerdings. 96-Keeper Podlasly hatte zudem vor der Pause die besten FC-Möglichkeiten bewältigt.