Während die Hessen mit der brütenden Hitze überraschend gut zurechtkamen, hatte der HSV große Probleme mit den Bedingungen.
Im Gegensatz zur Vorsaison wussten die Frankfurter bereits beim ersten Heimauftritt zu überzeugen. Im modernen 4-2-4-System taktisch gut sortiert eingerichtet, wobei Lechner und Lindner die agile Mittelfeldachse bildeten, wurde bereits nach wenigen Minuten Druck aufgebaut. Sztani verpasste allerdings die erste Großchance nach toller Lechner-Vorarbeit. Auch das unmittelbar anschließende Abseitstor des zurückgekehrten Ungarn brachte noch keinen zählbaren Vorteil. Desweiteren rettete rettete Kurbjuhn gegen Lindners Geschoss auf der Torlinie und Schnorr zeichnete gegenüber einigen Fernschüssen Lechners aus. Das 1:0 Lechners über die Stationen Lutz und Huberts in der 25. Minute - per Flachschuss nachdem er Bähre und Schulz ausmanövriert hatte, war längst überfällig. Punktuell sorgten Bernd Dörfel und Pohlschmidt auf der Gegenseite für einige gute Ansätze, die jedoch ohne Auswirkung blieben.
Doch eine Verletzung am Lendenwirbel, die Willi Schulz im zwieten Durchgang arg hemmte und der Platzverweis Charly Dörfels, der hitzköpfig gegen Blusch nachgetreten hatte (62.), ließen die Hoffnungen des konditionell abbauenden HSV-Teams dahinschmelzen. Zudem hatte Huberts die Hessen nach feiner Vorarbeit Lindners nach 57 Minuten bereits auf 2:0 nach vorn gebracht. Den Hamburgern gelang in der zweiten Hälfte kaum noch etwas, spielte kraftlos und praktisch zu neunt. Einen guten Einstand feierte Eintracht-Rechtsaußen Grabowski, der Kurbjuhn mehrmals frech umkurvte.