Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Karlsruher SC - MSV Duisburg

Karlsruhe völlig von der Rolle

Neben Krämer der erolgreichste MSV-Angreifer: Carl-heinz RühlNeben Krämer der erolgreichste MSV-Angreifer: Carl-heinz Rühl

Nicht nur das frühe Gegentor verursachte einen Schock beim KSC. Die Gastgeber waren ihrem Gegner schlichtweg in allen Belangen unterlegen und hatten nicht den Hauch einer Chance.
Mühelos tankte sich Rechtsaußen Rühl nach eineinhalb Minuten durch die scheinbar nicht vorhandene KSC-Abwehr und schoss zum 1:0 ein. Während beim MSV der Ball flüssig und gezielt durch das Mittelfeld lief, brachten die Badener nur Stückwerk zustande. Rauh war mit der Bewachung Krämers völlig überfordert und Rihm für die schnellen MSV-Spitzen viel zu langsam. Da sich auch Saida, Kafka und Dürrschnabel nur ganz allmählich etwas besser auf ihre Gegenspieler einstellten, lag nicht selten die ganze Last auf dem Können von Torwart Paul. Gerade hatte sich der KSC etwas gesammelt, riss Nolden dessen Deckung mit einem Steilpass auf und Krämer, der auch noch Rihm und Paul umkurvte, erhöhte auf 2:0 (28.). Dem Angriff der Karlsruher gelang vor der Pause trotz Engagement so gut wie nichts.
Auch der Lattenschuss von Dobat (47.) blieb nur ein kurzes Intermezzo, denn der Holztreffer war eingerahmt von einem Meidericher Doppelschlag. Zuerst verwertete Krämer ein Rühl-Zuspiel (46.), dann legte Krämer für seinen Recchtsaußen auf (47.). Die Kicker von der Wedau wurden auch im weiteren Verlauf der Partie nicht gefordert, machten allerdings nicht mehr sonderlich viel aus ihren technischen und kämpferischen Vorteilen. Zudem wirkte die MSV-Abwehr nicht in allen Situationen sattelfest, doch gegen diese harmlosen Karlsruher, die meilenweit vom Bundesliganiveau entfernt agierten, konnte kaum etwas anbrennen. Schlechtester KSC-Saison-Auftritt.

Die Spielstatistik Karlsruher SC - MSV Duisburg

Karlsruher SC

-

Meidericher SV

0:4 (0:2)

Bundesliga 1965/1966, 11. Spieltag
30.10.1965, 16:00 Uhr
20.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Klaus Ohmsen (Hamburg)