Beide Mannschaften bestätigten über weite Strecken der Partie ihre Mittelmäigkeit. Hamburg verstand es nicht, die zweifelsohne vorhandenen Schwächen des FCK zu nutzen.
Für die Pfälzer sah es in der ersten Viertelstunde verheißungsvoll aus. Schwungvolle Angriffe brachten die HSV-Deckung in schwere See. Dabei wirkte sich die Aufstellung von Wrenger bereits nach neun Minuten zählbar aus. Im Zusammenspiel mit Reitgaßl kam der Linksfuß gegen Kurbjuhn und Horst durch und traf flach ins lange Eck. Als jedoch Wulf eine der vielen gelungenen Flanken von Charly Dörfel ins Netz geköpft hatte (18.), ließ der FCK-Schwung merklich nach. Der HSV hatte dagegen über den linken Flügel, an dem Charly Dörfel immer wieder zum Flanken kam, gute Szenen. Doch bis auf Wulf fand der Ex-Nationalspieler kaum einen Abnehmer, denn die anderen Stürmer rückten meist zu spät nach. Kam dennoch der Ball aufs Tor, reagierte Torhüter Schnarr souverän.
Orientierungslosigkeit in der Hamburger Deckung war die Ursache für den zweiten Treffer der Gastgeber. Nach einer Braner-Ecke behielt einzig Rummel den Überblick und schoss aus kurzer Distanz ein (34.). Im zweiten Durchgang verflachte die Partie immer mehr. Hamburg spielte zu verhalten und Lauterns Sturm blieb ein laues Lüftchen. Neumann agierte als Mittelstürmer viel zu behäbig, Braner bekam überhaupt kein Bein an Deck und Geisert fand auch selten den Weg an Kurbjuhn vorbei. Zufrieden sein konnte FCK-Trainer Lorant nur mit Antreiber Wrenger und Koppenhöfer sein, der sich immer wieder wirkungsvoll ins Aufbauspiel einschaltet. Den beiden Aktivposten fehlten vorne jedoch die nötigen Abnehmer. Aber auch der HSV blieb blass.