Die 45.000 Besucher sahen das wohl packendste Spiel ihres Clubs in der laufenden Saison im heimischen Neckarstadion. Der BVB forderte dem VfB trotz des Ausfalls von Held alles ab.
Schon in der ersten Viertelstunde standen die beiden vorzüglichen Torhüter Sawitzki und Tilkowski im Brennpunkt. Während sich bei den Schwaben der Alt-Internationale Geiger am gefährlichster erwies, verursachten Mittelstürmer Held und Rechtsaußen Libuda die größte Unruhe im und am Strafraum der Gastgeber. Die Sonderbewacher der beiden Angreifer, Arnold und Eisele bekamen meist nur deren Hacken zu sehen. Auch im Mittelfeld hatten die Gäste Vorteile, kombinierten zügiger und wirkten ballsicherer. Sieben Eckbälle für Dortmund nach nur 16 Spielminuten waren eine deutliche Ansage. Vor der 1:0-Führung hatten Emmerich (34.) und Rudi Entenmann (38.) die besten Einschussmöglichkeiten. Der einzige Treffer vor der Pause fiel etwas glücklich, denn Emmerichs Freistoß wurde unerreichbar für Sawitzki von Entenmann abgefälscht (40.). Libuda traf eine Minute später zudem die Latte.
Stuttgart drehte über den Kampf nach der Pause mächtig auf. Als Held nach einer harmlos anmutenden Kollision nur noch als Statist am Flügel weitermachen konnte (63.), schlug das Pendel noch eindeutiger zum Vorteil der Schwaben aus. Beim neunten Eckball des VfB war es dann soweit. Huttary trat sie auf den kurzen Pfosten, Entenmann verlängerte mit dem Kopf auf Peters, der zum Ausgleich einnickte (78.). Verzweifelt versuchten die Gastgeber in den Schlussminuten, den Siegtreffer zu markieren, doch Kampfkraft reichte nicht aus. Es fehlte ihnen ein Vollstrecker.