Zuletzt stand ein deutlicher Sieg für die Braunschweiger zu Buche. Bis zum zweiten Treffer in der 73. Minute war Schalke aber längst nicht geschlagen.
Die Knappen hatten auch die erste wirklich große Möglichkeit, durch Kreuz in Führung zu gehen (5.). Besser machte es eine Minute später der nicht nur in dieser Szene überragende Ulsaß, der die Weiterleitung von Moll per Kopf nach einem weiten Rinas-Pass unhaltbar verwertete. Einen Ausbau der Führung verpassten gegen die danach etwas orientierungslosen Schalker hintereinander Gerwien, Maas und Ulsaß. Vorteile besaß die Eintracht im ersten Durchgang vor allem durch die beiden erstmals wieder aufgebotenen Rinas und Dulz, die Pliska und Herrmann deutlich übertrafen.
Schalke kam allerdings mit neuem Schwung aus der Kabine. Ein Roller von Neuser (48., knapp vorbei) und ein Pfostenschuss Pliskas war die Ausbeute. Damit hatten die Gäste jedoch ihr Pulver verschossen. Der Angriff war bis auf Neuser, der den starken Schmidt immerhin in einigen Szenen das Leben schwer machte, ohne Chance gegen Brase, Meyer und Kaack. Weil Moll Torwart Elting behindert hatte wurde ein Maas-Treffer noch annuliert (68.), doch Molls Steilpass auf Gerwien wurde vom Eintracht-Außenstürmer sicher abgeschlossen (73.). Die Schalker Gegenwehr erlahmte nun frappierend. Braunschweig zeigte sich allerdings nicht als Meister im Torabschluss. Hätte nicht Ulsaß noch ein tolles Solo um drei Schalker herum plus krönendem Abschluss abgeliefert, wären wahrscheinlich doch noch einige Pfiffe auf die Niedersachsen niedergeprasselt. Denn das Angriffsspiel zeigte doch einigen Leerlauf auf. Ausnahme: Ulsaß.