Überraschend offensiv gingen die Schwaben die Auseinandersetzung auf dem Schneeboden gegen die Hanseaten an. Doch der HSV konterte die anfangs flotten Gäste klassisch aus.
Die erste Viertelstunde gehörte den flott angreifenden Stuttgartern, die vor allem über den linken Flügel mit Geiger und dem dribbelstarken Reiner einige Breschen in die HSV-Deckung schlugen. Doch die Hamburger hatten letztlich immer ein Bein dazwischen und überstanden die VfB-Wucht schadlos. Mit dem ersten gelungenen Gegenangriff schoss die weiterhin ohne Seeler auflaufende Heimelf die überraschende Führung. Bernd Dörfel hatte geflankt und Wulf eiskalt die Torecke ausgesucht (18.). Stuttgart ließ trotzdem nicht nach, doch da sich Waldner, Peters und Geiger kaum noch im 16er durchsetzten und Fernschüsse von Sieloff & Co. nicht ihr Ziel fanden, überstanden die noch recht selten konternden HSVer den Ansturm und hielten das 1:0 zur Pause.
Zwar stürmte der VfB auch nach dem Wechsel weiter, doch nun spielte Hamburg seine Konter perfekt zuende. Ein Doppelschlag durch Peltonen (58.) und Charly Dörfel (60.) warf die Gäste hoffnungslos zurück. Auch danach ließen die Hausherren die Schwaben kommen, um auf Gegenstöße zu lauern. Ein verdeckter Entenmann-Schuss führte nach 72 Minuten zwar zum 1:3, doch dann spielte Menne Torwart, indem er mit der Hand nach einer Flanke griff. Den Elfmeter setzte Pohlschmidt jedoch nur an den Pfosten. Kurz vor dem Abpfiff erhielt Wulf noch eine schöne Hereingabe von Charly Dörfel, zog den Ball geschickt um Seibold herum, kickte abgeklärt ein (90.) und optimierte die HSV-Ausbeute.