Nach Dortmund und dem FC Bayern entführte nun auch der dritte Spitzenclub die Punkte aus dem Stadion am Bökelberg. Die Kölner präsentierten sich dabei in ansteigender Form.
Wieder mit Christian Müller in der Sturmmitte und überhaupt einem gut aufgelegten Fünfer-Angriff, wurden die Grenzen der Gladbacher Abwehrkünste abgesteckt. Die Hausherren spielten in der ersten Viertelstunde aber zumindest gleichwertig. Netzer fütterte Rupp und Heynckes mit gekonnten Zuspielen, so dass die Führung für die Heimelf nicht überraschte. Über Netzer und Milder kam Heynckes an die Kugel und verwandelte flach ins lange Eck (6.). Aber Köln hielt von Beginn an munter dagegen. Overath scheiterte nach zehn Minuten noch am Einsatz von Pöggeler, doch seinen Eckball verwandelte Müller fünf Minuten später per Kopf. Die reifere Spielanlage der Gäste setzte sich nach diesem Treffer immer deutlicher durch. Mehrere Chancen wurden zwar noch vertan, doch in der 29. Minute nickte Löhr eine Hornig-Flanke zur verdienten Führung ein.
Die Vorentscheidung fiel bereits vier Minuten nach dem Wiederanpfiff. Diesmal hatte Sturm für den abstaubenden Thielen aufgelegt. Die Nachteile der Gladbacher lagen bei den schwachen Außen, der wenig sattelfesten Abwehr und dem Eigensinn von Heynckes und Rupp, die sich mit den guten Zuspielen Netzers meist festrannten. Einzig in der 75. klappte das Zusammenspiel der beiden Innenstürmer und Rupp schloss erfolgreich ab. In der Schlussphase lag allerdings eher das 4:2 für Köln anstelle des Ausgleichs in der Luft. Die Domstädter waren auf fast allen Posten (Ausnahme: Netzer-Overath) besser besetzt und gewannen verdient.