Nicht nur, dass die Spielfläche einem von Pfützen übersätem Morast glich, sondern stürmische Regenschauer machten den Aktiven zusätzlich zu schaffen.
Schiedsrichter Schreiner pfiff dennoch an, doch an ein flüssiges Spiel im positiven Sinne war nicht zu denken. Im Vorjahr war der KSC sang- und klanglos mit 0:9 in München untergangen. Ein ähnliches Debakel sollte verhindert werden, was auch aufgrund einer aufopferungsvollen Abwehrarbeit gelang, was nicht zuletzt daran lag, dass Marx erneut eine starke Partie als Ausputzer bot. 1860 variierte zumeist erfolglos zwischen Kurz- und Steilpassspiel, denn entweder blieb der Ball in einer der Pfützen liegen, oder wurde unerreichbar schnell.
Somit erspielten die technisch überlegenen Löwen zwar früh ein deutliches Übergewicht, doch die Szenen vor dem vom sicheren Schlussmann Wolf gehüteten KSC-Tor blieben absolut rar. Keine Chance hatte der Keeper allerdings in der 19. Minute. Die Badener Deckung hatte den Ball vor die Füße des Münchener Kanoniers abgewehrt, der den nassen Ball aus 25 Metern über den rechten Innenpfosten ins Netz jagte. Zaghafte Versuche der Gäste, mit ihrem Zwei-Mann-Sturm für Entlastung zu sorgen, blieben meist frühzeitig stecken. Mit einer Großchance für Brunnenmeier eröffneten die Gastgeber den zweiten Durchgang, doch der Nationalspieler schoss knapp vorbei. Wolf musste danach wieder öfter sein Können zeigen, doch als ihm der nasse Ball in der 59. Minute aus den Händen nach vorne abprallte, war Konietzka zur Stelle und kickte die Kugel zum 2:0 über die Torlinie. Kurz vor dem Abpfiff traf Brunnenmeier noch den Pfosten, doch das Spiel war längst gelaufen.