Bundesliga

Spieltag

Spielbericht MSV Duisburg - Hamburger SV

Nach der Pause ernst gemacht

Der 19Jährige bot ein klasse Verteidiger-Spiel: Michael BellaDer 19Jährige bot ein klasse Verteidiger-Spiel: Michael Bella

In den ersten 45 Minuten fehlte den Meiderichern noch der konkrete Zug zum Tor. Nach dem Wechsel musste der HSV die Überlegenheit der Gastgeber allerdings mit entsprechenden Gegentoren bezahlen.
Zuschauermagnet Uwe Seeler konnte beim HSV erneut nicht mit auflaufen. Auch in dieser Partie zeigte es sich, dass der Hamburger Sturm ohne den Nationalspieler nur die Hälfte wert war. Die beiden Dörfel-Brüder enttäuschten zudem auf den Flügeln, Pohlschmidt war im Angriffszentrum abgemeldet und Peltonens Auftritt tendierte in Richtung Arbeitsverweigerung. Da der emsige Wulf oft in der Abwehr aushelfen musste, blieb der Gäste-Sturm stumpf. Die überlegenen Meidericher wollten im ersten Durchgang scheinbar noch nicht so recht zupacken. Aus der Überlegenheit machten Krämer & Co. viel zu wenig, da eher der Quer- als der Steilpass bevorzugt wurde und die Außen zu selten eingebunden wurden.
Gleich nach der Pause spielte sich Krämer allerdings bis zur Grundlinie durch, flankte auf Schmidt, dessen Weiterleitung Rühl aus fünf Metern verwertete (46.). Nun rollten die MSV-Angriffe im Minutentakt gegen die wankende HSV-Deckung. In der 55. Minute trickste Krämer erneut den überforderten Bähre aus, zirkelte diesmal die Kugel selbst aufs Tor und überlistete Schnoor mit einem halbhohen Schuss ins lange Eck. Dem dritten MSV-Tor ging ein Freistoß Krämers voraus, den Schmidt aufnahm und unter die Latte knallte (74.). Das Gegentor von Pohlschmidt war nur noch Ergebniskosmetik. Heidemann und Müller hatten den Ball vertändelt (78.). Den direkten und schnellen Kombinationen der Hausherren war der HSV trotz massierter Deckung in Hälfte zwei nicht gewachsen.

Die Spielstatistik MSV Duisburg - Hamburger SV

Meidericher SV

-

Hamburger SV

3:1 (0:0)

Bundesliga 1965/1966, 14. Spieltag
27.11.1965, 15:00 Uhr
16.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Rudolf Kreitlein (Stuttgart)