Auch in Gelsenkirchen konnten die Niedersachsen nicht an die dynamischen Offensivzeiten besserer Bundesligatage anschließen. Doch auch Schalkes Angriff riss keine Bäume aus.
Immerhin boten die Gastgeber mit dem jungen Rechtsaußen Grau einen Stürmer auf, der es durch seine Dribblings verstand, die 96er-Deckung vor Probleme zu stellen. Peter Kronsbein, Linksverteidiger und Sohn des Hannover Trainers konnte die Kreise des schnellen Flügelflitzers nur selten einengen. Als der 96er Grau von hinten foulte, musste der Schalker mit einer schmerzhaften Prellung vom Feld (84.). Spielentscheidend war diese Schwächung zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr. Zu harmlos blieb Hannover auch in der Schlussphase.
Mit dem Anpfiff hatte der Dauerregen aufgehört, doch das Geläuf blieb schwer bespielbar. Dennoch bestimmten die Hausherren die Partie im ersten Durchgang deutlich. Höhepunkt der ersten Angriffe war ein Pfostenschuss von Kreuz, der das Holz mit einem Freistoß testete (7.). Hannover konterte über die emsigen Mittrowski und Mühlhausen, doch die Verbinder Siemensmeyer und Nix blieben als Folgestation des Aufbauspiels vieles schuldig, was allerdings auch an der guten Abwehrarbeit von Pyka und Pliska lag. Herrmann konnte auf Seiten der Schalker nicht an die Leistungen aus seinen letzten Auftritten anknüpfen, war aber zur Stelle, als es um das 1:0 ging. Rausch hatte in der 44. Minute einen Freistoß vor das Tor gezogen, Podlasly per Faust genau vor die Füße Herrmanns abgewehrt, der sich nicht zweimal bitten ließ und mit einem gekonnten Scherenschlag vollstreckte. Ansonsten dominierten die Abwehrreihen, so dass es bei diesem Tor blieb.