Mit 1:11 Punkten aus den letzten sechs Spielen hatte 96 genug Motivation, endlich einmal wieder einen Erfolg einzufahren. Lautern machte es den Gastgebern bei der Ausführung leicht.
Das obligatorische Verteidigerpaar Steinwedel/Bohnsack wurde durch das Duo Kettler/Fuchs gut ersetzt. Eine wichtige Grundlage für den Erfolg Hannovers. Da konnte sich Abwehrchef Laszig so manchen Schnitzen erlauben, denn seine Nebenleute und Torwart Podlasly waren in guter Verfassung. Im Mittelfeld bot Siemensmeyer dagegen eine dürftige Leistung, auch wenn er an zwei Toren beteiligt war. Dafür blitzte das Können von Nix wieder auf, vor allem wenn er seine Stürmer steil schickte. Und im Angriff erwies sich Fred Hoff als Glücksgriff, was seine drei Tore belegten.
Den ersten Treffer der Partie schoss allerdings Rodekamp, der einen Nix-Steilpass erlief und flach ins lange Eck zog (8.). Sechs Minuten später fand Hoff erstmals den Weg ins Tor. Siemensmeyer hatte den kleinen Flügelflitzer per Kurzpassspiel eingesetzt und Hoff verwandelte aus 15 Metern mit dem Außenrist. 96 stellte seine Aktivitäten dann aber zurück, doch dem FCK fiel dazu wenig ein. Drei gute Möglichkeiten hatte das Lorant-Team in diesem Spiel. Weder Kapitulski, noch Braner und Reitgaßl (aus sechs Metern übers leere Tor) zeigten jedoch Nervenstärke. Dafür drehten die Gastgeber nach der Pause zwischendurch noch zwei Mal auf und erhöhten durch Hoff auf 4:0 (64., 88.). Zudem wurden zwei Treffer von Rodekamp und Bandura aberkannt. Dem Erfolg der Niedersachsen fehlte allerdings jeglicher Glanz. Dafür waren die Gäste vom Betzenberg einfach zu harmlos und ohne fähigen Torschützen angereist.