Nominell lief Manfred Kreuz bei Schalke wieder mit der “Nummer 9” auf. Doch weder er noch jemand anderes waren in der Sturmspitze verfügbar. Der Sieg ging somit an die Borussen.
Die hatten immerhin in Simmet einen beweglichen Mittelstürmer, auch wenn sich der junge Angreifer nicht entscheidend gegen Fichtel durchzusetzen vermochte. Nach ausgeglichenem Beginn auf rutschigem Terrain, gewannen die Saarländer die Oberhand, da vor allem Kuntz geschickt aus der Tiefe aufbaute. In der 21. Minute säbelte Schalkes Verteidiger Rausch über den Ball. Kuntz erlief sich das Leder knapp vor der Torauslinie, flankte zur Mitte, wo May im Hechtsprung einnickte. Neunkirchen blieb am Drücker, sorgte vor allem für Gefahr, wenn Mays Hereingaben zur Landung ansetzten, oder Simmet zum Solo ansetzte. Zur Halbzeit hätten die Borussen weitaus höher führen können.
Dafür erhielt das Team von Trainer Buhtz in der Kabine wohl die Order, diesen Vorsprung erstmal zu sichern und auf etwaige Konter zu hoffen. Schalke fand also das Mittelfeld mehr oder weniger verwaist vor, kombinierte auch recht gefällig bis zum gegnerischen Strafraum, doch die Anspielpersonen in der Spitze, ob Grau, Bechmann oder die vorstoßenden Herrmann und Neuser, blieben im 16er der Gastgeber merkwürdig stumpf. Natürlich hatten Abwehrchef Leist, bzw. die Verteidiger Schröder und Peter auch ihre Verdienste, doch vorwiegend fiel das Unvermögen der Gäste in vorderster Linie auf. Zwei große Möglichkeiten gab es dennoch im zweiten Durchgang. Zuerst versagte Görts nach einem schönen Leist-Zuspiel und dann traf Neuser nach einer guten Stunde den Pfosten. Das wars.