“Klasse - Rasse - Tempo - taktische Varianten”, hielt das Sport-Magazin nach dem Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams fest. Am Ende hatte der Tabellenführer die Nase vorn.
Bereits der erste Durchgang bot mitreißenden Fußball zweier Mannschaften, die sich nicht nur auf ihre technischen Fähigkeiten verließen, sondern auch kämpferisch keine Wünsche offen ließen. In der intensiv geführten Anfangsphase hatte 1860 durch einen Konietzka-Kopfball die erste Chance zur Führung, doch Tilkowski gewann das Duell (15.). Bei den Löwen erwiesen sich vor allem Luttrop, der immer wieder mit weiten Pässen die BVB-Abwehr aufriss und Perusic, der sich tolle Zweikämpfe mit Held lieferte, als die auffälligsten Trümpfe. Nachdem Tilkowski auch gegen Brunnenmeier (25.) gerettet hatte, lag der Ball vier Minuten später im Netz der Gäste. Über Spielmacher Grosser gab Brunnenmeier steil auf Heiß in den Strafraum, der aus wenigen Metern Entfernung einschoss.
Nach der Pause ließ 1860 überraschend nach und die Borussen beherrschten die Spiel. Die Gäste (Libuda, Emmerich) schossen allerdings zu ungenau. Glück hatte Dortmund jedoch als Paul Heiß im Strafraum fällte (66.), der Pfiff blieb nämlich aus. Auf der Gegenseite zeigte Schiri Schulenburg dann aber auf den Punkt, weil Kohlars den schnellen Held unfair stoppte. Den Elfmeter verwandelte Emmerich sicher (72.). In der letzten Viertelstunde gaben die Löwen allerdings noch einmal kräftig Gas und kämpften energisch um jeden Meter Boden. Den Lohn holte sie sich in der 79. Minute. Ex-Borusse Konietzka behielt im Getümmel den Überblick, gab auf Rebele, der halbhoch zum Sieg einschoss.