Ein anderer Gegner als das Schlusslicht der Tabelle hätte die katastrophale Phase der Borussen vor der Pause sicherlich zur Spielentscheidung genutzt. So kamen die Hausherren nach der Pause zurück und machten alles klar.
In der ersten Viertelstunde schien Neunkirchen die Tasmanen vom Platz fegen zu wollen. Heraus sprang jedoch nur das 1:0 durch einen Foulelfmeter von Elmar May, den Basikow fast noch gehalten hätte (9., Finken hatte Wingert gefoult). Nach 15 Minuten verzettelten sich die Saarländer jedoch so sehr, dass die Berliner, bestens dirigiert von Horst Szymaniak, die Oberhand gewannen. Nach 28 Minuten war Zeh dann auch im Nachschuss für Tas erfolgreich, doch zwei große Chancen ließ Bruske noch vor der Pause kläglich aus. Dabei hatten die Gäste von der völligen Verunsicherung der Borussen-Abwehr profitiert, die Fehlpass an Fehlpass reihte und Szymaniak schalten und walten ließ. Nur mit viel Glück überstanden die Gastgeber diesen für sie gruseligen Spielabschnitt.
Nach dem Seitenwechsel sahen die genervten Zuschauer allerdings, wie sich ihre Elf langsam aber stetig steigerte. Die Ballsicherheit wuchs wieder und über den Einsatz kämpfte sich das Team wieder in Front. Der oft unglücklich agierende Linksaußen Görts bereitete die beiden spielententscheidenden Treffer in den Minuten 55 und 79 vor. Zuerst köpfte Wingert im Flug eine Flanke des blonden Flügelflitzers ein, ehe Simmet im Fallen eine weitere Hereingabe von Görts verwertete. Während die Tasmanen im zweiten Durchgang konditionell arg nachließen, hatten die Borussen immerhin kräftemäßig zulegen können. Spielerisch blieb die Leistung der Buhtz-Elf aber dürftig.