Mit Steinwedel und Bena, nach Verletzung und Sperre wieder im Team, wollte 96 seine Abwehr wieder stabilisieren. Dieses Unterfangen misslang, da deren Nebenleute einen rabenschwarzen Tag erwischten.
So verstand es Mittrowski nicht, die Kreise von Krämer entscheidend zu stören. Aber auch Laszig erlaubte sich einige krasse Fehler und Fuchs fand gegen Rühls Schliche ebensowenig wirkungsvolle Gegenmaßnahmen. Da Spielmacher Nix im Mittelfeld an der Kette des Youngsters Bella lag und die Außen der Niedersachsen kaum ins Spiel einbezogen wurden, lag das gesamte Spiel der Gastgeber im Argen. Meiderich hatte dagegen in Manfred Müller einen exzellenten Stopper im Abwehrzentrum, der etwaige Löcher mit Einsatz und Können stopfte, mit Rühl und Schmidt ein flottes Flügelpaar und in “Eia” Krämer den überragenden Spielmacher, Vorbereiter und Vollstrecker.
Der Doppelschlag in den Minuten 14 und 15 verschaffte den Gästen zudem die nötige Sicherheit, die Hannover an diesem Tag völlig abging. Vor dem 1:0 tanzte eine Krämer-Flanke auf der Querlatte, prallte ins Feld zurück und Laszig rammte seinen Gegner Schmidt im Nachsetzen elfmeterreif um. Nolden täuschte Podlasly beim Strafstoß und der Ball lag im Netz. Das 2:0 erzielte dann Krämer nach einem Steilpass von Rühl aus zwolf Metern halbrechter Position mit einem satten Knaller. Fuchs und Laszig sahen bei diesem Treffer nur zu. Es folgten gute Chancen für Schmidt und Siemenmeyer, ehe van Haaren eine Krämer-Ecke, die Podlasly passieren ließ, einköpfte (42.). Ungeschicktes Anrennen der Hannoveraner prägte die zweite Halbzeit, in der sich der MSV weit zurückzog, aber dennoch nie wirklich in Gefahr geriet.