Dass spielrische Mittel nicht immer ausreichen müssen, um einen Gegner in die Knie zu zwingen, mussten die Kölner in Nürnberg registrieren. Hinzu kamen die tollen Auftritte der Außenstürmer Volkert und Allemann.
Optisch sah das Aufbauspiel der Domstädter gar nicht so schlecht aus. Doch als die Nürnberger bereits im Mittelfeld mit Vehemenz in die Zweikämpfe gingen und die Kölner Angreifer noch enger zur Brust nahmen, fehlte es den Gästen an der Erkenntnis, mit ähnlichen Mitteln gegenzuhalten. Hinzu kam, dass Christian Müller und Overath weit von ihrer Bestform entfernt waren und die Flügel Thielen und Hornig zwar gute Ansätze zeigten, im Endeffekt jedoch nicht durchschlugen. Der Club baute auf seine Sicherheit ausstrahlenden Abwehrsäulen Wabra und Wenauer, auf einen wiederstarkten Reisch, Laufwunder Tasso Wild und den trickreichen Außen Allemann und Volkert, der eine bewundertswerte Ballbehandlung an den Tag legte.
Vier Höhepunkte vor den Toren stachen vor der Pause heraus: Bast schoss Schumacher in die Arme (13.); Wabra hielt Sturm-Geschoss (16.);Schumacher parierte Strehl-Knaller (27.) und Bönnen rettete gegen Volkert auf der Torlinie (40.). Kurz nach dem Wiederanpfiff krachte jedoch ein Scharfschuss Volkerts nach Allemanns Flanke in die Maschen. Den Doppelschlag machte Wild perfekt, der eine Kombination über Reisch und Allemann erfolgreich zum 2:0 abschloss (54.). Köln steigerte sich nach dem Rückstand zwar deutlich, doch der Club legte an Kampfkraft noch einmal einiges drauf und würgte die guten spielerischen Ansätze der Kölner durch seinen unbändigen Einsatz so wirksam ab, dass es beim glatten 2:0 blieb.