Petar Radenkovic, der schillernde Torwart und Showstar der Löwen, hatte nicht selten die Punkte für sein Team gerettet. Im Lokal-Derby gegen die Bayern brachte er dagegen den Kontrahenten in Vorteil.
Der erste Durchgang zwischen den beiden führenden in der Tabelle verlief recht enttäuschend. Zumeist spielte sich die Partie im Mittelfeld ab, wobei der Zug zum Tor vernachlässigt wurde. Bayern strahlte nur durch den kämpferischen Brenninger Gefahr aus, während Ohlhauser bei Kohlars und Nafziger bei Patzke auf Granit bissen. Der 1860-Angriff enttäuschte auf ganzer Linie. Besonders der noch grippegeschwächte Konietzka hätte gar nicht erst aufgeboten werden dürfen. Zwei Chancen für Ohlhauser (8., 44.) und ein Schuss von Brunnenmeier blieben die einzige Ausbeute. Großartig im Mittelfeld jedoch die beiden kleinen, emsigen Gerd Müller und Perusic.
Beckenbauer und Rigotti schalteten sich nach der Pause immer öfter in die Offensive ein und erhöhten den Druck merklich. Dann der Faux-pas von Radenkovic. Einen Distanzschuss Rigottis meisterte der Jugoslawe, doch sein Abwurf landete direkt vor den Füßen Brenningers, der mit einem Heber zum 1:0 traf (59.). Nun mussten die Löwen die Abwehr lockern und liefen in der letzten halben Stunde - ohne selbst wirklich gefährlich vor das Tor von Maier zu kommen - in die FCB-Konter. 76. Minute: Rigotti an drei 60er vorbei, weiter auf Ohlhauser, der per Außenrist einlochte. 84. Minute: Kombination Brenninger-Ohlhauser-Brenninger, dem der Ball wegrutschte, aber Nafziger schoss ein. Auch nach dieser Partie war 1860-Coach Merkel mit dem Engagement seines Teams kaum einverstanden.