Mindestens eine Halbzeit lang war die Borussia “abwesend” und kaum wiederzuerkennen. Allerdings verstand es die Eintracht nicht, in dieser Zeit Nägel mit Köpfen zu machen.
Die Bodenverhältnissen, knochentrocken und vereist, schmeckten den Hausherren im ersten Durchgang ganz und gar nicht. Zwar hatte der Favorit durch Emmerich und Alfred Schmidt zwei erste Möglichkeiten, doch damit war die Borussen-Herrlichkeit fürs Erste bereits vorbei. Braunschweig wurde mutig, initiierte über Ulsaß nun regelmäßige Konter und wäre durch Krafczyks Kopfstoß (14.) auch fast in Führung gegangen, doch Sturm rettete auf der Linie. Hier zeigte sich bereits, dass die BVB-Deckung schon bessere Tage gesehen hatte, denn sie wackelte auch in der Folgezeit bedenklich. Ins Tor trafen die emsigen Gäste aber nur in der 32. Minute, als Dulz mit einem Kopfballaufsetzer den auf der Torlinie klebenden Tilkowski bezwang. Ein 2:0 oder 3:0 zur Pause für die Eintracht hätte den Kräfteverhältnissen am ehesten entsprochen.
Die Pause hatte den bis dahin übernervösen Borussen sichtlich gut getan, denn nun schwang sich “Aki” Schmidt zum großen Spielmacher auf, “Siggi” Held entwischte Walter Schmidt und Brase nun regelmäßig und Libuda “verhungerte” nicht mehr am rechten Flügel. Der einzig auf Abstauber wartende Emmerich köpfte Helds Maßflanke in der 50. Minute zwar zum Ausgleich ein, blieb ansonsten aber ein echter “Stehgeiger”. Maas schoss danach noch ein Abseitstor, aber Braunschweigs Deckung verrichtete in Hälfte zwo 35 Minuten erfolgreiche Schwerstarbeit, ehe der BVB wieder nachließ. Spannend blieb es aber bis zum Schluss.