Ohne seine etatmäßigen Flügel May (krank) und Görts (verletzt) und erstmals im 4-2-4-System hatten die Neunkircher über weite Strecken großes Übergewicht. Die entscheidenden Tore schossen jedoch die effektiven Westfalen.
Auffällig stark machte sich in der Anfangsphase der auf Linksaußen positionierte Heiden bemerkbar und wuchtete sich regelmäßig am überforderten Wosab vorbei. Seine Flanken fanden in der Angriffsmitte der Saarländer jedoch keinen Abnehmer, der daraus etwas zu machen verstand. Sechs gute Möglichkeiten summierten sich bis zur 40. Minute für die eifrigen Gastgeber, die in einigen Szenen auch das Pech hatten, das Kurrat und Wosab zweimal vorm leeren Toren retteten. Dortmund hatte einzig durch Schmidt eine einschusschance, die Kirsch mit toller Parade vereitelte. Fünf Minuten vor der Pause hatte Peter “Siggi” Held jedoch einmal aus seinen Fängen entlassen und schon lag der Ball im Netz.
Den Ausgleich hätte Kuntz gleich nach der Pause markieren können, doch Tilkowski blieb Sieger. Danach schaltete sich der kleine “Hoppy” Kurrat immer frecher ins Offensivspiel des BVB ein, bediente in der 68. Minute Willi Sturm, der aus 23 Metern abzog und Kirsch auf dem falschen Fuß erwischte. Sechs Minuten später segelte zwar ein Eckstoß von Simmet ins lange Toreck, wobei Kuntz den sich verzweifelt streckenden Tilkowski behinderte, doch damit hatten die Saar-Borussen ihr Pulver bereits verschossen. Vielleicht fehlte der Heimelf in dieser Phase die unbändige Kampfkraft der Vorsaison. Jedenfalls entwischte Held in der 79. Minute seinem Schatten Peehs noch einmal entscheidend und Emmerich konnte die Flanke ungedeckt einköpfen. Effektiver gings nicht.