Gladbachs Trainer Hennes Weisweiler klagte nach dem Spiel: “So schlecht habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen.” Recht hatte er, doch die Tas-Abwehr und der hohe Schnee auf dem Berliner Spielfeld waren auch nicht zu verachten.
Technisch überlegen und von einem Günter Netzer im Mittelfeld angetrieben, erspielten sich die Gäste vor der Pause bereits ein deutliches Übergewicht. Die Angreifer Laumen und Rupp verzettelten sich jedoch im Strafraum der Berliner regelmäßig im Kampf mit den intensiv zerstörenden Gegnern und den Tücken der tiefen weißen Pracht, in der viele gut gemeinte Pässe einfach stecken blieben. Gegenschläge der Tasmanen, bei denen sich Engler hervortat, ließen Torwart Orzessek jedoch nicht warm werden, denn das Gladbacher Deckungsgefüge um den starken Stopper Wittmann blockte die Tas-Annäherungen rechtzeitig ab.
Nach dem Wiederanpfiff ergaben sich dann doch einige gute Möglichkeiten für die Gladbacher. Milder schoss in der 50. Minute völlig frei am Tor vorbei und der Berliner Usbeck fiel 15 Minuten wegen Verletzung aus. In dieser Phase hätten die “Fohlen” unbedingt drei Tore schießen müssen. Zuerst vergab Laumen überhastet (65.), dann visierte Rupp nur den Pfosten an (68.) und als Höhepunkt trickste sich Netzer durch, traf aber auch nur das Holz. Usbeck kam zurück und plötzlich tauchten die Gastgeber einige Male im Gladbacher 16er auf. Vielbeinig mussten die Westdeutschen sich erwehren, doch ein Treffer sprang auch auf dieser Seite der Spielfläche nicht heraus. Somit waren die Gladbacher an der eigenen Schussschwäche und an einem sich steigernden Tabellenletzten gescheitert.