Einen überaus aufregenden Schlagabtausch lieferten sich die beiden Teams aus Norddeutschland mit vielen Torszenen und tollen Spielzügen.
Auch wenn im ersten Durchgang kein Tor fiel, sahen die 74.000 Zuschauer ein rasantes Spiel voller Dynamik und Esprit. Hannover hatte in der ersten halben Stunde die Vorteile gepachtet, da sich insbesonders die Außen Heiser und Bandura immer wieder in Szene setzten. Angetrieben von den gleichfalls überragenden Bena und Nix im Mittelfeld liefen die Angriffszüge in der ersten halben Stunde nahezu ausschließlich in Richtung Werder-Tor. Allerdings wurde eine Bandura-Treffer wegen Foulspiels nicht anerkannt (10.), ein Bena-Geschoss klatschte an den Pfosten (22.) und ein Mittrowski-Durchbruch endete beim starken Jagielski (43.). Doch auch die Bremer hatten in der Viertelstunde vor der Pause ihre Chancen: Ein Lorenz-Tor blieb wegen Handspiels ohne Wertung (34.), Matischak traf die Latte (35.) und Podlasly meisterte kurz darauf einen Steinmann-Kracher.
Vorteile hatte der SVW auch kurz nach der Pause, wobei Podlasly einen Matischak-Schuss gegen die Querlatte lenkte (48.). Nach einem Bena-Zuspiel auf Heiser, der Höttges aussteigen ließ, ging 96 jedoch in Front (51.). Ein Kopfball von Bandura, den Bena und Heiser vorbereiteten, bedeutete in der 66. Minute die Vorentscheidung für die Heimelf. 96 zog sich danach zurück, musste allerdings nur noch den Anschlusstreffer von Ferner hinnehmen, dessen 20-Meter-Schuss von Mittrowski nicht verhindert werden konnte und im rechten Toreck einschlug (76.). “Werbung für den Fußball”, stellte SVW-Coach Brocker zurecht fest.