Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - MSV Duisburg

Krämer war bei Arnold abgemeldet

Sein 1:0 war allein das Eintrittsgeld wert:
Rudi EntenmannSein 1:0 war allein das Eintrittsgeld wert:
Rudi Entenmann

Eine spielentscheidende Maßnahme der vom Ex-MSV-Coach betreuten Schwaben war, Krämer durch Arnold in Manndeckung nehmen zu lassen.
Wohin sich der Meidericher Spielmacher auch begab, er wurden seinen “Schatten” Arnold nicht los, der ihm konsequent den Wirkungskreis einengte. Desweiteren ragte die VfB-Läuferreihe heraus, in der Huttary auf dem Weg zum Stammplatz war, der kopfballstarke Seibold als Sieloff-Ersatz den Stopper-Posten wuchtig ausfüllte und Rudi Entenmann als herausragender Antreiber glänzte. Das 1:0 in der 5. Minute durch den rechten Läufer war dabei eine Augenweide. Er nahm in Höhe Mittellinie einen Befreiungsschlag der Meidericher Abwehr auf und setzte zu einem unaufhaltsamen Solo an, das in bis in den MSV-Strafraum führte, wo er mit einem Schlenzer Schlussmann Manglitz das Nachsehen gab. Eine Stunde lang hatten die Gäste dem deutlich überlegenen VfB wenig gegenzusetzen, doch im Abschluss fehlte dem Schwabensturm der nötige Drang zum Tor. So dribbelte Reiner seinen Verteidiger Müller zwar schwindelig, sein Abspiel blieb jedoch ungenau oder kam gar nicht.
Kurz vor (43.) und nach der Pause (53.) hätte Höller das erlösende 2:0 bereits markieren können, doch nach einer Stunde wurden auch die Meidericher mutig. Es blieb jedoch nur ein kurzfristiges Aufflackern, denn außer Versteeg blieben die MSV-Stürmer blass. Entenmann war es zuletzt vorbehalten, die Entscheidung vorzubereiten. Seine Flanke ließ Peters geschickt passieren und Höller rammte die Kugel zum 2:0 ins Netz (86.). Krämer hatte zwei Minuten später noch die Möglichkeit zur Resultatsverbesserung, doch Sawitzki war zur Stelle.

Die Spielstatistik VfB Stuttgart - MSV Duisburg

VfB Stuttgart

-

Meidericher SV

2:0 (1:0)

Bundesliga 1965/1966, 2. Spieltag
21.08.1965, 16:00 Uhr
22.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Klaus Ohmsen (Hamburg)
Tore
1:0 Rudi Entenmann 5.
2:0 Dieter Höller 86. (Entenmann)