Dass der Sieger Dortmund heißen würde, war von vorneherein klar. Der Spielverlauf stützte den Verdacht, dass die Borussen sich nur jeweils nach dem Anpfiff konzentrierten und sich ansonsten einen ruhigen Nachmittag machten.
Schon in der zweiten Minute musste Verteidiger Becker den pfeilschnellen Held erstmals ziehen lassen, Sturm köpfte dessen Flanke fast unbehindert zum 1:0 ein. Ähnlich kurz nachdem Wiederanpfiff: Diesmal köpfte Held eine Rechts-Flanke von Libuda zum 3:1 (46.).
Das war die Entscheidung in einem Spiel mit sehr einseitigem Ablauf. Die Dortmunder kombinierten, die Berliner versuchten zu stören. Das gelang ihnen vor allem dank des überragenden Mittelfeldspielers Horst Szymaniak, der fast alle Zweikämpfe gewann und sich auch noch bemühte, die Vorderleute ins Spiel zu bringen. Doch nur einmal kämpften sich Engler und Rosenfeld durch die ziemlich unkonzentrierte Borussen-Abwehr. Und Torhüter Tilkowski war von Rosenfelds Schuss (38.) so verblüfft, dass er den haltbaren Ball passieren ließ. Die gelangweilten Zuschauer belohnten den Berliner Ehrentreffer lautstark, erhofften sich eine Belebung des einseitigen Geschehens. Doch die Hoffnung trog. Der BVB war weiterhin tonangebend, hielt den Ball in den eigenen Reihen und vergab etliche Chancen. Das galt vor allem für Torjäger Emmerich, der so mit einem Treffer (24.) zufrieden sein musste. Die Zuschauer konnten mit der Darbietung nicht zufrieden sein, so gab es reichlich Pfiffe. Multhaup jedoch ließ keine Kritik gelten: „Wenn man seiner Sache sicher ist, kann man nicht alle Reserven abrufen. Das ist nicht vorsätzlich, das liegt in der Natur der Sache.“