Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Schalke 04 - MSV Duisburg

Krämer chancenlos gegen Fichtel

Lieferte wieder eine überragende Partie ab:
Klaus FichtelLieferte wieder eine überragende Partie ab:
Klaus Fichtel

Nur rund 30 Minuten, so schätzten Beobachter hinterher, bestand zumindest die theoretische Chance eines Tores, da gab es auch die eine oder andere Chance. Doch sonst: Taktik war Trumpf, zum Leidwesen der MSV-Fans.
Denn die Taktik auf beiden Seiten war vor allem auf das Verhindern von Tore angelegt. Die meiste Zeit schien es so, als herrsche jeder in seiner Hälfte - so selten waren die hoffnungsvollen Offensiv-Aktionen. Das krasseste Beispiel für den Erfolg der Abwehr bot das Duell Fichtel/Krämer. Schalkes Trainer Fritz Langner hatte seinen sonstigen Stopper als Manndecker des Duisburger Spielmachers eingeteilt - mit überragendem Erfolg. Krämer resignierte nicht, er rannte viel. Doch immer wenn er den Ball am Fuß zu haben schien, war auch schon der am Stiefel Fichtels zur Stelle.
Wenn das Herz eines Motors nicht funktioniert, stottert die Maschine - so erging es den Meiderichern. Die Außenstürmer Rühl und Lotz bekamen viel zu wenig Bälle, ihren Hinterleuten fehlte das Selbstbewusstsein. Beim Gastgeber bedauerte man nach dieser Partie besonders, dass der selbstbewusste Mielke diesmal verletzt zu sehen musste. Trainer Eppenhoff: "Mit ihm hätten wir besser ausgesehen." Und die Schalker Außenseiter? Die hatten ihre größte Chance gleich nach zwei Minuten, als MSV-Torwart Manglitz eine Flanke verfehlte, der verdutzte Kreuz den Ball jedoch nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Als Kreuz sich kurz vor Schluss verletzte und nur noch als Statist herumhumpeln konnte, hatten die Gäste ihre gefährlichsten Situationen zu überstehen. In dieser Schlussphase übernahm van Haaren das Kommando beim MSV, ohne das jedoch etwas Zählbares heraussprang.

Die Spielstatistik FC Schalke 04 - MSV Duisburg

FC Schalke 04

-

Meidericher SV

0:0 (0:0)

Bundesliga 1965/1966, 20. Spieltag
29.01.1966, 15:00 Uhr
Glückaufkampfbahn (Gelsenkirchen), 34.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Kurt Handwerker (Ketsch)
Tore
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