Das Ergebnis sagt wenig über den tatsächlichen Ablauf dieser Partie aus, in der der Meister vor allem spielerisch enttäuschte.
Zwar hatten beide Teams bereits in der Anfangsphase Einschussmöglichkeiten, doch zuerst vergab Wrenger, dann parierte Schnarr zweimal reaktionsschnell. Werder versuchte in der zwölften Minute mit Fernschüssen von Zebrowski und Schütz, doch erst als Zebrowski den freien Händel sah, klingelte es im FCK-Kasten. Zehn Minuten später ein überraschender Schuss von Matischak aus 25 Metern: 2:0. Der Spielstand täuschte mächtig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, denn Werder agierte im Mittelfeld umständlich, in der Abwehr wacklig und im Angriff eigensinnig (Matischak, Zebrowski). Lautern ließ den Ball teils schön durch die eigenen Reihen laufen, hatte im zurückgezogen spielenden Kapitulski seine Zentrale und in Schneider sowie Wrenger laufstarke Akteure, doch vorne blieben die Gäste wirkungslos. Kamen die FCK-Stürmer doch zum Abschluss, vereitelte Bernard die Möglichkeiten der Gäste.
Steinmann fiel in der 54. Minute mit der Hand auf den Ball und Reitgaßl verwandelte den Elfer per Scharfschuss. Die Brocker-Elf wankte nun noch beträchtlicher und durfte sich erneut bei Bernard bedanken, der zweimal hervorragend gegen Rummel rettete. Als Zebrowski jedoch Kostrewa versetzt, hart schoss und Schnarr den Ball nicht fest hielt, staubte Matischak zum vorentscheidenden 3:1 ab (68.). Der FCK-Spielfluss stockte nun, Werder übernahm, doch Zebrowski scheiterte zweimal allein gegen Schnarr. Nach Klimaschefskis Notbremse gegen Ferner setzte Schütz mit seinem Elfmeter den vom Resultat her übertriebenen Schlusspunkt (84.).