Die erste Halbzeit gehörte zwar dem VfB, doch den Domstädtern reichte eine couragierte Leistung nach der Pause, um die Punkte letztlich für sich abbuchen zu können.
Mit einer soliden Abwehr und einem rührigen Mittelfeld, in dem Waldner die Fäden zog, lagen die Vorteile vor der Pause eindeutig auf Seiten der Schwaben. Allerdings kam Peters gegen Hemmersbach überhaupt nicht ins Spiel und Reiner rieb sich zumeist in den Zweikämpfen mit Pott auf. Da Arnold als Sonderbewacher Overaths nicht für den Angriff zur Verfügung stand und Geiger nur selten seine Gefährlichkeit aufblitzen ließ, hatte Ewert im Tor der Gastgeber wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichenen.
Stuttgart ging in der 49. Minute dennoch verdient in Front als Reiner Pott einmal entwischte. Langsam kamen die Kölner jedoch in Wallung und Hornigs direkt verwandelter Eckball (59.) läutete den Umbruch ein. Hätte nicht Sawitzki im VfB-Kasten einen tollen Tag erwischt - er hielt reihenweise die nun folgenden Scharfschüsse der Gastgeber - wäre Stuttgart böse auseinander genommen worden. Dennoch musste der Routinier im Schwaben-Tor zuerst Löhrs Kopfball nach einer weiteren Hornig-Ecke (69.) und nach toller Vorarbeit des nun überragenden Linksaußen auch noch das 1:3 durch den kleinen Sörensen (85.) hinnehmen. Allerdings hatte Sawitzki in der 80.Minute einen besonders großen Auftritt. Zuerst meisterte er Elfmeter von Overath und im Anschluss auch noch die Wiederholung des Strafstoßes durch Hans Sturm. Der VfB versuchte im Endspurt noch eine Resultatsverbesserung, nahm Sieloff mit in den Angriff, traf jedoch nicht mehr, denn der Stopper knallte kurz vor Schluss noch einen Elfer an den Pfosten.