Nachdem KSC-Torwart Manfred Paul einen Elfmeter von Netzer unter sich begrub, leitete die Badener die Wende ein.
Keine sechzig Sekunden waren gespielt, da gelang den Gladbachern ein schöner Freistoßtrick. Heynckes kickte den Ball zu Netzer, lief hinter die Mauer und erhielt das Spielgerät von seinem Mitspieler, der ihn per Lupfer bediente, zurück. Der Rest war nur noch Formsache. Das 2:0 für die Gäste, bei denen besonders das Sturmtrio Heynckes-Rupp-Netzer herausragte, fiel nach einem Missverständnis zwischen Rihm und Crawatzo. Rupp spritzte dazwischen und lochte ein (30.). Acht Minuten später hatte Netzer das 3:0 auf dem Fuß. Doch der ansonsten sichere Elfmeterschütze scheiterte am Schlussmann der Hausherren (38.). Pauls Großtat schien einen Ruck im KSC-Team auszulösen, denn nun ging endlich der lang erwartete Druck von den Gastgebern aus. Vier Minuten nach dem Missgeschick Netzers durfte Witlatschil zum Handelfmeter antreten und verwandelte sicher (42.).
Wie aufgedreht stürmten die Karlsruher auch in die zweite Halbzeit hinein und erzwangen durch einen Fernschuss Witlatschils den verdienten Ausgleich (60.). Gladbachs Abwehr wies einige Unsicherheiten auf, wurde in der 80. Minute auch erneut bezwungen, denn Zaczyk konnte nach einem Eckball unbedrängt das 3:3 erzielen. Zuvor hatte der nicht zu bändigenden Heynckes nach einem tollen Alleingang die erneute Führung der Rheinländer besorgt. Die Zuschauer sahen eine packende Partie zweier spielerisch starker Teams, die allerdings auch kaum zu überdeckende Schwächen in den Abwehrreihen aufwiesen (Rihm, Saida, Rassmanns, Wittmann) und das Toreschießen begünstigten.