Ohne die Stammspieler Netzer, Heynckes, Wadday, Jansen, Orzessek und Elfert boten die Borussen eine überraschend stabile Vorstellung, auch wenn die Kraft im zweiten Durchgang arg nachließ.
Einseitig begann die Partie, denn die Gäste schienen gar nicht anwesend zu sein. Dann zog in der zehnten Spielminute Laumen eine Flanke vor das Braunschweiger Tor, Brase wollte die Kugel zu seinem Wolter zurückköpfen, überlupfte seinen Torwart jedoch und der Ball lag im Tor. Ab sofort war das Spiel der Niedersachsen wie abgeschnitten. Das Gladbacher Reserveteam traute sich mehr zu und hätte den Vorsprung vor der Pause gut und gerne erhöhen können. So musste sich Wolter nach einem Laumen-Freistoß strecken (18.) und Rupp scheiterte ebenfalls am Schlussmann der Gastgeber. Aber auch die Eintracht hatte noch einen einsamen Pfostenschuss von Gerwien zu verzeichnen (25.).
Die lange Saison machte sich nach dem Seitenwechsel vorwiegend bei den Gästen bemerkbar, denn außer Rupp schien der Angriff ohne Luft und der Rest des Teams stellte sich hinten rein. Dabei glänzte vor allem der gerade 20 Jahre alt gewordene Vogts als “Hans-Dampf-in-allen-Gassen” und klärte u.a. in der 63. Minute rettend auf der Torlinie. Weitere große Eintracht-Chancen summierten sich in Hälfte zwei. So knallte ein Fallrückzieher von Rinas an den Pfosten (61.) und auch Gerwien visierte das Holz an (84.). Das Unentschieden sicherte der gut aufgelegte Ulsaß in der 64. Minute. Er hatte per Kopf ein Geschoss von Linksaußen Maas unhaltbar abgefälscht. Eintracht Trainer Johannsen meinte: “Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen, den Gegner zu leicht genommen.”