Auch der FC Bayern bot im letzten Saisonspiel nur eine bessere Reservemannschaft auf, stellte sich mit meist acht Spielern in den Strafraum und ließ die Bremer verzweifelt anrennen.
Die erste Torchance hatte Lorenz für die von Beginn an drückenden Werderaner durch Lorenz (8.), doch den ersten Treffer markierte das taktisch klug eingestellte Team aus München. Koulmann hatte halbrechts stehend den Ball in die Mitte geflankt, Werner nahm das Leder direkt und Bernard ließ den Schuss durch die Arme ins Netz gleiten (14.). Geschickt hielten die technisch ansprechenden Bayern den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen und nahmen den Bremern immer wieder den Schwung. Doch die Gastgeber operierten selbst auch viel zu langsam und umständlich, spielten zu selten schnell und über die Flügel. Das Freistoßtor von Schütz nach 19 Minuten änderte daran kaum etwas.
Was nicht in der Bayern-Deckung hängen blieb wurde zudem eine Beute des großartigen Sepp Maier-Ersatzes Fritz Kosar. Der Torwart parierte nicht nur reihenweise Schüsse von Danielsen, Schütz & Co., sondern war auch bei hohen Bällen, die die Bremer bevorzugt in den Strafraum der Münchener schlugen, überaus sicher und holte sie mit traumwandlerischer Sicherheit regelmäßig herunter. Seltene Gegenzüge der Gäste waren nocht immer ohne Brisanz. So köpfte Werner vor der Pause einmal knapp vorbei und auch Grosser verfehlte das Ziel nur um Zentimeter. Als sich Max Lorenz nach einer Attacke von Danzberg in der 54. Minute verletzte und ausschied, wurden die Bemühungen der Gastgeber noch dürftiger. Bremens Angriff enttäuschte arg.