Gut ansehbar war der Saisonabschluss der beiden Kontrahenten aus der Spitzengruppe der Tabelle nicht. Viele Fouls, auch der etwas härteren Art trübten den Spielfluss und machten das Match zu einer gequälten Veranstaltung.
Das Über-die-Stränge-schlagen ging nicht einseitig von einem Team aus, sondern schaukelt sich im Verlauf der Partie langsam hoch. Leiden mussten besonders die Angreifer, die aber auch - Ausnahme: Overath - wenig zur fußballerischen Unterhaltung beitrugen. Nürnbergs Abwehr stand von Beginn an kompakt, aber auch heftig fightend den erwarteten Kölner Angriffen gegenüber. Kein Wunder, dass ein Foul Ausgangspunkt zum ersten Tor war. Ferschls Foul am enttäuschenden Krauthausen führte zum Freistoß, den Hornig mit angeschnittenem Schuss verwandelte (17.). Auch dem zweiten Treffer ging ein Foul voraus. Weber hatte Brungs gefällt und Strehl dem Elfer sicher vollstreckt (24.).
Eine Minute zuvor hatte Christian Müller den Nürnberger Pfosten getestet und in Minute 27 gelang Weber mit einem im Fallen das 2:1. Wabra-Ersatz Gyula Toth sah allerdings weder beim ersten noch beim zweiten Tor gut aus. Nürnberg blieb nach dem erneuten Rückstand bei seinem Anspruch, einen Punkt mitzunehmen, doch Brungs wusste zwei Großchancen vor der Pause nicht zu nutzen. Holprig blieb die Partie auch im zweiten Durchgang, da beide Seiten vor allem ans Zerstören dachten. Zwei Holztreffer (59., Wild und 78., Löhr) brachten kurzfristig Aufregung, konnten das Niveau des Spiels aber auch nicht sonderlich anheben. Außer Overath hielten sich besonders die WM-Kandidaten in dieser Partie merklich zurück.