Natürlich hatte niemand damit gerechnet, dass die Badener die Dortmunder Favoriten gefährden könnten. Doch ein solches Entgegenkommen hätte nicht nötig getan.
Mit Alfred Schmidt fehlten den Borussen zwar die wichtigste Stammkraft im Mittelfeld, doch Stellvertreter Jürgen Weber löste dessen Aufgabe mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Neben dem jungen Verbinder tat sich auch Wosab als Vorbereiter für drei der vier Treffer hervor; das vorentscheidende 3:1 besorgte der Angreifer höchstselbst. Einige Karslruher Abwehrspieler (Rihm, Witltschil, Koßmann) kamen dem BVB zudem sehr entgegen, in dem sie sich oft und unergiebig ins Offensivspiel einschalteten, dadurch allerdings ihre Hauptaufgaben im hinteren Bereich teils sträflich vernachlässigten.
30 Sekunden waren gespielt, da visierte Dobat bereits den Pfosten der Gastgeber an. Diesen Weckruf nahmen die Borussen sehr ernst und ergriffen mit hohem Engagement die Initiative. KSC-Keeper Paul wurde mehrfach geprüft, hatte bei einem Abseitstor von Wosab Glück (21.), musste jedoch drei Minuten später das 0:1 durch Emmerich hinnehmen. Zwei gute Chancen für Wild (Kopfball) und Crawatzo (Freistoß) brachten den BVB nicht aus dem Konzept. Weber markierte das 2:0 (37.). Wilds 1:2 kurz vor dem Pausenpfiff erschütterte das Dortmunder Selbstbewusstsein kaum. Die ließen den KSC nach dem Wechsel zwar kommen, doch der Gast öffnete seine Deckung fahrlässig. Wosab (74.) verwertete Libudas Zuspiel zum 3:1 und legte zum Endresultat für Emmerich in der 87. Minute auf. Vermeidbare Treffer, über die sich KSC-Coach Schneider total ärgerte.