Ein Ruhmesblatt für den HSV war der auch in der Höhe verdiente Erfolg über die Tasmanen keineswegs. Dafür waren die Berliner “einfach zu grün” (Tas-Coach Finken).
Mit Sandmann, Dehn, Uwe Seeler, Wulfs und Charly Dörfel fehlte den Hamburgern eine komplette Angriffsformation. Im ersten Durchgang erschien dieses Manko noch zum Vorteil der Gäste zu gereichen, doch nach einer Viertelstunde in der die Tas-Kicker noch rechtschaffen mitmischten, weil Szymaniak geschickt aufbaute und der flinke Linksaußen Sand Verteidiger Krug vor arge Probleme stellte. Ein Pfostenschuss von Pohlschmidt bzw. eine fette Chance für Sand bedeuteten die Höhepunkte vor den beiden selten zu Brennpunkten auserkorenen Toren. Einzig der sich kontinuierlich steigernde Willi Schulz brachte Spielkultur in die Reihen der Gastgeber, auf die seine Mitspieler allerdings erst nach dem Seitenwechsel eingingen.
Eine Flanke von Schulz auf Piechowiak, der ins lange Eck einköpfte, brachte den überfälligen Führungstreffer (50.). Vier Minuten später legte der Torschütze zum 1:0 per Querpass für Bernd Dörfel auf, der problemlos einschob. Nun erloschen mit der Kondition auch Gegenwehr und Überblick der Tasmanen. Schulz und Bernd Dörfel bereiteten in der 63. Minute das 3:0 durch Pohlschmidt vor, ehe Engler einen feine Vorarbeit des besten Tas-Kicker, Hans-Günter Becker, zum Ehrentor nutzte (65.). Dieckmann per Kopfstoß nach einer Peltonen-Ecke (72.) und nochmals Pohlschmidt, der zur Stelle war als Rohloff ein Bernd Dörfel-Geschoss fallen ließ (81.), machten das Endresultat perfekt. Überzeugen konnten die Hamburger allerdings weder ihren Trainer Gawliczek, noch die Zuschauer.