Die 0:5-Klatsche am vorangegangenen Spieltag bei den Münchener Löwen wirkte sich bei Hannover nur in der Anfangsphase aus. Frankfurt machte es 96 allerdings auch leicht.
In den ersten zehn Spielminuten schien die Eintracht den Hannoveranern noch echte Gegenwehr leisten zu können, doch mit fortschreitender Zeit übernahmen Mühlhausen, Nix und Siemensmeyer im Mittelfeld das Ruder, während sich die Hessen zurückzogen, um vorwiegend die Null hinten zu halten. Dieses Unterfangen wurde nach einer halben Stunde durch Siemensmeyer zunichte gemacht, der Kunter im Nachschuss überwand (30.). Dann bekam Lutz einen Rodekamp-Schuss an die Hand, doch Laszig scheiterte erstmals als Elfmeterschütze, da Kunter den halbhohen Schuss aus der linken Ecke fischte (32.). Der tadellose Schlussmann war zwei Minuten später dennoch erneut geschlagen, denn Rodekamp staubte nach einem Pfostenschuss von Bandura erfolgreich ab. Kurz vor der Pause schloss Grabowski noch den insgesamt besten Eintracht-Angriff aus vier Metern zum 1:2-Halbzeitergebnis ab.
Die Vorentscheidung leitete Mülhausen inder 57. Minute ein. Er war durchgebrochen, doch Landerer erwischte ihn noch mit einer Grätsche. Kunter hielt zwar den Elfer von Bandura, doch der Rechtsaußen lochte im Nachschuss ein. Das 4:1 bereitete Siemensmeyer, der ein vielversprechendes Bundesliga-Debüt abgab, vor. Mülhausen brauchte nur noch verwandeln (66.). Zwar kamen die Hessen auf insgesamt 7:7-Eckenverhältnis, doch auch wenn sich das Team zuletzt noch einmal aufraffte, bis auf Grabowski und Torwart Kunter blieb die gesamte Elf weit unter Form und brachte die Gastgeber auch in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr.