Unter den Augen von Bundestrainer Helmut Schön drängte sich nicht einer der Länderspiel-Kandidaten aus dem Löwen-Team für das Spiel gegen Schweden auf. Lautern bot seine vielleich beste BL-Partie.
Außer den beiden Jugoslawen Radenkovic und Perusic konnte kein Spieler aus der Merkel-Elf beeindrucken. Der Sturm fand nie eine Einstellung zu der aufmerksamen FCK-Deckung, in der sich vor allem Klimaschefski und Kostrewa zu steigern wussten. Die Münchener begannen zwar selbstbewusst wie ein Spitzenteam, doch die Pfälzer verteidigten elastisch und iniziierten im Gegenzug schnelle, exakt vorgetragene Konter, bei denen die Spitzen Wrenger und Rummel ihren Gegenspielern arge Probleme bereiteten. Erstmals ging das Konzept der Hausherren in der zwölften Minute auf. Über Wrenger und Reitgaßl wurde Rummel angespielt, der Wagner ausspielte und Radenkovic das Nachsehen gab. 1860 wirkte geschockt und Rummel legte nach 34 Minuten nach. Als Reich kurz zögerte, köpfte der Angreifer eine Wrenger-Flanke zur 2:0-Pausenführung ein.
Auch im zweiten Durchgang verstand es der Favorit von der Isar nicht, seine überlegene Technik in druckvolle Angriffe umzusetzen. Zuviel Nervosität und entsprechende Fehlpässe hemmten ihr Spiel. Zudem wirkten alle Pfälzer unter der Knute von Trainer Lorant gut austrainiert und hielten kämpferisch wie läuferisch bestmöglich dagegen. Als Radenkovic einen unheimlich scharfen Schuss von Reitgaßl nur abprallen lassen konnte köpfte Rummel seinen dritten Treffer ins Netz der Gäste (86.). Doch bereits zuvor hatten die Löwen - denen nur ein Lattentreffer von Konietzka gelang - aufgesteckt.