Es war zwar nur der Ausgleichstreffer für die Kölner, doch nach diesem Tor konnte der MSV nicht mehr an die vorherige Leistung anschließen.
Das Spiel der beiden besten Teams der ersten Bundesligasaison begann temporeich mit Vorteilen für die Gäste. Allerdings benötigten sie einen üblen “Luftloch-Schlag” von Verteidiger Sabath, den Thielen kaltblütig nutzte (20.). Doch die Kicker von der Wedau rafften sich zu erfolgreichen Gegenattacken auf und schossen aus allen Lagen, wobei sich besonders Rühl hervortat, der in dieser Partie insegesamt drei Mal das Holz des FC-Gehäuses traf. Seine Flanke in der 31. Minute jedoch erreichte Versteeg, der zu Krämer verlängerte, dem das Augleichstor gelang. Auch am 2:1 war der Rechtsaußen beteiligt. Von Gecks eingesetzt, jagte er die Kugel an die Latte und Versteeg köpfte den Abpraller ein (38.). Zu dieser Zeit gab kaum einer für die Kölner einen Pfifferling. Kurz vor der Pause bekam der MSV den Ball jedoch in mehreren Versuchen nicht aus der Gefahrenzone und Overath hämmerte geistesgegenwärtig zum Ausgleich ein (45.).
Dieser Treffer brach den Schwung der Hausherren entscheidend. Als Thielen sechs Minuten nach dem Seitenwechsel eine Vorlage von Sörensen, der Nolden stehen ließ, aufnahm; Preuß düpierte und Manglitz mit einem Schuss ins kurze Eck verblüffte, war es mit der Moral der Meidericher nicht mehr zum Besten bestellt. Ein umstrittenes Tor in der 66. Minute von Rühl - zurecht wegen Abseits des auf der Kölner Torlinie stehenden Lotz nicht gewertet - sowie zwei weitere Holztreffer von Gecks und Rühl raubten den Meiderichern die letzten Nerven. Somit fuhr Köln den glücklichen Sieg ein.