Der bislang ungeschlagene Aufsteiger war als Favorit nach Gelsenkirchen gekommen, konnte jedoch vor allem im Angriff die Erwartungen nicht erfüllen.
Während die Gladbacher zu Beginn Sicherheit groß schrieben, griffen die Schalker mutig an. Der für Orzessek aufgebotene Schlussmann Krätschmer erwies sich jedoch als guter Stellvertreter, zudem schossen Neuser, Becher, Kreuz und Herrmann zwar aus allen Lagen, aber viel zu ungenau. Werners Lattenschuss kam dem Führungstor noch am Nächsten (24.). Vom hochgelobten “Fohlen-Sturm” sahen die Besucher herzlich wenig. Einzig Elfert, der ansonsten die Kreise von Herrmann einengte, und Heynckes, der an Mühlmann scheiterte, brachten in zwei Szenen Gefahr. Zumeist waren Heynckes und Netzer jedoch bei Pliska und Becher, den beiden herausragenden Abwehrcracks auf dem Platz in bester Obhut. Laumen zeigte zwar gute Ansätze, verzettelte sich aber im Kleinkrieg mit Rausch. Rupp wich gern auf die Flügel aus, wurde den energischen Pyka aber nicht los.
Netzers Geschoss eröffnete die zweite Hälfte, strich jedoch knapp am Tor vorbei. Dann wurde Schalke wieder energischer. Pliska visierte in der 52. Minute den Pfosten an und Lowin unterlief bei einem Schuss von Werner ein Handspiel, doch der Elfmeterpfiff blieb aus (63.). Von den Rheinländern war offensiv kaum noch etwas auszumachen, denn erstens blieben Netzer & Co. auch weiterhin ohne große Möglichkeiten gegen die von Fichtel wieder einmal glänzend organisierte S04-Deckung.. Außerdem mussten die Gäste-Angreifer nicht selten mithelfen, die Null hinten zu halten, denn Schalke suchte weiterhin die Entscheidung, fand aber nicht mehr die notwendige Lücke.